Ein großer Witz, ohne Pointe, erzählt von einem traurigen Clown – Rückblick auf die Aktion “Und? Schmeckt’s”

Zunächst mal: Nein. Es schmeckt nicht mehr. Ich habe in der letzten Woche, in der ich mich von Asylbewerber-Essenspaketen ernährt habe (siehe die letzten Blog-Einträge und das Interview mit jetzt.de) bleibende Eindrücke bekommen, wie drittklassig (mindestens) Asylbewerber in Bayern behandelt werden.

Mit diesem Eintrag beende ich die Aktion für mich, mit knurrendem Magen und einem auf mich wartenden Nudelsalat, frischem Brot und meiner Lieblings-Chili-Salami in Reichweite. Ich habe einfach keine Lust mehr. Weiterlesen

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Christian Ritter: Kein vernünftiger Grund für Residenzpflicht

20130711-143257.jpgUnterwegs mit dem Essenspaket

Ich bin gerade im Zug nach Dresden. Vorhin kam das zweite Paket nach Hause, das diesmal für fünf Tage reichen soll. Endlich dabei: Brötchen. Muss man wohl ab morgen aufbacken. Nicht dabei aber: Wurst in Scheiben, zum Beispiel. Würde nach meinem Geschmack gut zu Brötchen passen. Weiterlesen

Christian Ritter: Unboxing Asylbewerber-Essenspaket

Anmerkung: 

Aus technischen Gründen war es leider nicht möglich, spezielle Wünsche bei der Zusammensetzung der Pakete wie etwa Brot zu berücksichtigen. Für Asylsuchende sind Änderungen mit einiger zeitlicher Verzögerung innerhalb der vorgegebenen Wahlmöglichkeiten realisierbar (siehe hier ganz unten). Dabei gibt es auch gewisse Lebensmittel, die monatlich geliefert werden. Möglicherweise wäre dadurch eine Soße realisierbar geworden 😉

Christian Ritter: „Achtung, hier kommt ein Karton“

Schon gewusst? Asylbewerber in Deutschland erhalten (nicht viel) Geld, um sich selbst versorgen zu können. Zum Beispiel mit Kleidung, Hygieneartikeln und Essen. Asylbewerber in Bayern hingegen bekommen kein Geld, sondern Post. Nur in Bayern gilt noch das Sachleistungsprinzip, hier werden die Güter des täglichen Bedarfs in Paketen ausgeliefert, zusätzlich gibt es großzügige 40,90 Euro pro Person und Monat. Dazu vierteljährlich ein Hygienepaket mit neuer Zahnpasta etc. und zwei Mal die Woche ein Essenspaket. Man kann durchaus ankreuzeln, was man darin gerne hätte, aber die Wahlmöglichkeit ist sehr beschränkt.

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