Ursula Sowa: Selbstbestimmtes Essen ist ein Menschenrecht

1335_487668161317068_352410379_nLetzter Tag der Testwoche zum Asylbewerberleistungspaket ja, da bleibt sogar relativ viel übrig…Saft und Rapsöl, H – Milch und alles, was man auf dem Foto sieht…heute Mittag koche ich die Kartoffeln, dazu gibt es den Thunfisch aus der Dose ….das Hühnchen aus Holland werde ich eingefroren lassen …..Joghurtbund Kiwi zum Nachtisch ..und heute Abend könnte es eine Linsensuppe geben, wenn es terminlich geht. morgen früh gibt es dann noch ein letztes Mal Omelette mit Kiwi. mein Mineralwasserbudget ist schon erschöpft, bei meiner Lieferung haben auch zwei PETflaschen gefehlt gehabt. Fazit: frisches Obst und Gemüse reichen nicht, die Esswaren sind zwar reichlich, sättigend und nicht “ abgelaufen“, aber ohne weitere Zutaten sehr farblos und keine Kulturleistung. die Abhängigkeit ist schrecklich und bestätigt mich, dass diese unmenschliche Praxis sofort abgeschafft gehört. es muss ein Menschenrecht sein, dass man selbst bestimmt sein Essen einkaufen kann. Ohne Ausnahme !
Ursula Sowa berichtet regelmäßig von fast jeder Mahlzeit auf Facebook hier und hier über das Leben mit den Essenspaketen. Und darüber, was sie alles zusätzlich isst, um ihre Ernährung zu garantieren.

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5 Gedanken zu “Ursula Sowa: Selbstbestimmtes Essen ist ein Menschenrecht

  1. Um 1945-davor und danach-wäre der allergrösste Teil der Deutschen (und Österreicher) froh und glücklich gewesen,wären sie zweimal pro Woche mit solchen Paketen verwöhnt worden.Von Fruchtjoghurt,O-Saft oder gar Mineralwasser in der Flasche(ist eigentlich das bayrische Wasser vom Brunnen oder aus der Leitung nicht gut genug?) träumte damals keiner,von importiertem Obst wie Kiwi hatte man sowieso keine Vorstellung.Aber vielleicht sind die Flüchtlinge ja von zuhause höhere Standards gewohnt…

  2. @ Andreas Pretorius: Wir sprechen hier nicht von einer Verpflegung in einem 5-Sterne-Restaurant, die gefordert wird, sondern von der Sinnhaftigkeit dieser vorgeschriebenen Essenspakete. Lebensmittel werden in jeder Kultur anders konsumiert. Geld und Logistik braucht es unabhängig der Lebensmittelarten. Daher wäre es wohl mehr als sinnvoll, wenn die Menschen ihre Lebensmittel selbst einkaufen dürften. Flüchtling zu sein heißt nicht automatisch entmündigt zu werden. Diese „früher wären wir froh gewesen“-Scheinargumente sind keine Argumente, wenn es um die Verbesserung der Lage von Flüchtlingen im eigenen Land geht. Wir leben im Hier und Jetzt!

  3. Verbesserung der Lage der Flüchtlinge? Also wenn ich flüchten muss ist dieses Essenspaket schon eine wesentliche verbesserung. Wenn ich dann auch noch aussuchen darf was auf der Liste steht, dann ist das purer LUXUS!! Wenn denen etwas nicht passt steht es ihnen frei zuhause zu bleiben.

  4. Die Beschwerden kommen ja auch nicht von den Asylsuchenden sondern von NGOs bzw.ihren Aktivisten.Mein Vorschlag daher:Man lege jener Liste,auf der sich die Betreffenden ihre Lebensmittel ja selber auswählen können,noch einen Fotokatalog der Nahrungsmittel bei.Dann ists fast so wie im Laden,oder bei Bofrost.So kaufen ja auch viele Deutsche ein.

    • Fotokatalog ist eine Prima Idee! Wer 80 Brötchen für eine Woche bestellt, der braucht auch nicht zum Supermarkt gehen.

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