David Saam: „Ich bin sauer! Mein Brot nicht.“

Brot2Bäh! Ich hab keinen Bock mehr auf alte harte Brötchen, die selbst als sie jung, nicht wirklich frisch waren. Und das Brot, das laut Brottüte eine Frankenkruste mit Sauerteig sein soll, ist dann doch bloß ein Weißbrot, das für mich persönlich wirklich nicht essbar ist. Es schmeckt wie Pappdeckel. Vielleicht lässt sich aus dem Ganzen ein einigermaßen vernünftiger Semmelkloßteig basteln.

Von anderen Teilnehmern habe ich gehört, dass überhaupt keine Brötchen oder Brot in ihren Paketen waren. Die Bestellerin oder der Besteller dieser Pakete wusste vermutlich, warum sie oder er kein Brot ordern. Ehrlich gesagt, würde ich als Asylsuchender ebenfalls drauf verzichten und dann lieber einen Teil meines sehr knapp bemessenen Taschengeldes auf vernünftiges Brot verwenden.

Wenn man dieses Pappbrot ins Essenspaket reinpackt, wozu dann überhaupt?!? Man kann Mehl viel sinnvoller verwenden. So scheint es eher als Folterinstrument zu dienen.

Und obwohl ich grade sauer bin und man von dem her meinen könnte, dass ich evtl. zu Übertreibung neige, glaube ich, dass da was dran ist. Man „foltert“ die Bewohner der Flüchtlingsheime mit einer beschränkten Auswahl an ewig gleichen Produkten, die z.T. qualitativ fragwürdig sind. Immer wieder fehlen auch bestellte Lebensmittel. Zudem zwingt man sie, sich am Tag der Essensauslieferung im Haus aufzuhalten, weil sie das Paket persönlich entgegennehmen müssen und vorher nicht gesagt wird, wann geliefert wird. Man nimmt diesen Menschen die Freiheit, sich selbst auszusuchen, wie sie sich verpflegen möchten. Wenn man sich den hohen logistischen Aufwand überlegt, den diese Essenspakete mit sich bringen, ist kaum vorstellbar, dass da „zum Wohle des Staates“ Geld eingespart wird. Es scheint vielmehr so, als hätte die ganze Sache System.

Als Staatsangehöriger würde ich mich allerdings bedeutend wohler fühlen, wenn den Menschen das Geld ausbezahlt werden würde, damit sie frei wählen könnten, was sie essen und trinken möchten. Dafür und gegen Essenspakete!

David Saam berichtet nicht nur in unserem Blog, sondern auch bei Facebook über seine Erfahrungen.

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