Christian Ritter: Kein vernünftiger Grund für Residenzpflicht

20130711-143257.jpgUnterwegs mit dem Essenspaket

Ich bin gerade im Zug nach Dresden. Vorhin kam das zweite Paket nach Hause, das diesmal für fünf Tage reichen soll. Endlich dabei: Brötchen. Muss man wohl ab morgen aufbacken. Nicht dabei aber: Wurst in Scheiben, zum Beispiel. Würde nach meinem Geschmack gut zu Brötchen passen.

Ich habe mir ein Beispiel an älteren Ehepaaren genommen, die beim Zugfahren verlässlich 1. im Kopfbahnhof die Plätze tauschen, weil sie nicht rückwärts fahren möchte und 2. hartgekochte Eier dabei haben.
Und noch ein bisserl mehr habe ich als Proviant eingepackt. Das hier gibt es gleich zu Mittag:

Von meinen individuellen Problemchen mit der Essenskombination abgesehen: Was mir auffiel ist, dass ein Asylbewerber gar nicht machen darf, was ich grade mache: Einfach mal von Bamberg nach Dresden fahren. Der Künstler kennt die “Residenzpflicht” lediglich von Stipendien, bei denen man eben den überwiegenden Teil seiner Zeit dort sein sollte. Den Asylbewerber bindet die Residenzpflicht an ein Bundesland, eine Stadt oder ein Dorf.

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Da sucht man Zuflucht in einem fremden Land und wird dort irgendeinem Ort zugewiesen, den man nicht verlassen darf. Hm. Wie könnte man das nennen?

Für die Residenzpflicht besteht kein vernünftiger Grund, es gibt sie in anderen europäischen Ländern nicht. Vielleicht wird dadurch einfach die Abschiebung erleichtert, weil man direkten Zugriff auf die Leute hat? Vielleicht streichen wir das vielleicht?

Bleiben wir beim streichen und kehren zurück zum Essen. Noch in Urform, gleich Brotaufstrich: Die gemeine Banane.

Der Text ist Christian Ritters Blog entnommen.

 

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